Hasler Kinold Rechtsanwälte

Zeugnis

Jeder Arbeitnehmer hat beim Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Auf Verlangen des Arbeitnehmers hat sich das Zeugnis auf Leistung und Führung zu erstrecken. Das Zeugnis muss einerseits wahr sein; soll aber auch wohlwollend formuliert sein um dem Arbeitnehmer sein berufliches Fortkommen nicht unnötig zu erschweren. Über den Zeugnisinhalt entsteht oft Streit. Die Abfassung des Zeugnisses im Einzelnen ist Sache des Arbeitgebers. Dabei geht der Streit regelmäßig nicht um die Beschreibung der vom Arbeitnehmer verrichteten Tätigkeiten. Gestritten wird hingegen häufig um die Note, mit der die Leistung beurteilt wird ([stets] zur vollsten Zufriedenheit, [stets] zur vollen Zufriedenheit, [stets] zur Zufriedenheit). Wichtig ist auch, wer als Repräsentant des Arbeitgebers das Zeugnis unterschreibt. Jedenfalls muss es ein dem Arbeitnehmer vorgesetzter höherrangiger Mitarbeiter sein.