Mehr Gerechtigkeit bei Unterhalt für den neuen und den geschiedenen Ehegatten

Der Bundesgerichtshof hat seine Rechtsprechung aus 2008 zum Unterhalt des Ex- Ehegatten bei Wiederverheiratung des Unterhaltszahlers erweitert.

Wie bisher muss bei der Frage, welcher Unterhalt dem ehemaligen Ehegatten nach Wiederverheiratung des Zahlers zusteht, das zur Verteilung stehende Einkommen zwischen den Ex-Ehegatten und dem neuen Ehegatten gedrittelt werden. Neu ist, dass nunmehr ein Einkommen des neuen Partners eingestellt wird, das dieser verdienen müsste, wenn die zweite Ehe ebenfalls geschieden wäre. Durch die Erhöhung des durch drei zu teilenden Betrages wird eine größere Gerechtigkeit zwischen den Unterhaltsansprüchen erreicht, da eine Haushaltsführung durch neuen Ehegatten somit nicht automatisch zu einer Verringerung des Unterhalts für den Ex- Ehegatten führt.

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